Tourismus Unterstützung der Erhaltung

 Konservierung

Die Region Madidi ist die geschützte Landschaft mit der weltweit artenreichsten Flora und Fauna. Sie hat das Potenzial, auch die größte Landschaft der Welt zu sein, die unter Schutz gestellt wird. Der Schutz dieser Landschaft ist für das Wohl der Menschheit von großer Bedeutung. Seit der Gründung des Nationalparks Madidi im Jahr 1995 hat die finanzielle Unterstützung internationaler Organisationen stark zugenommen. Leider wird das Geld jedoch in der Regel von ausländischen Organisationen (im besonderen NGOs) verwaltet, die die Wirklichkeit der Einheimischen nicht kennen und oftmals nur die Interessen der Ausländer vertreten, was zu Konflikten in der Region führt. Die wahre Arbeit der Erhaltung des Lebensraums erfordert viel mehr Feldarbeit als kurzfristige Studien, die die Wirklichkeit der Bevölkerung vor Ort nicht widerspiegeln und nur dazu dienen, dass andere vom Reichtum der Flora und Fauna profitieren, während die Einheimischen weiterhin in Armut leben. Die Arbeit an der Erhaltung des Lebensraums ist risikoreich, anstrengend und führt zu vielen Konflikten mit wirtschaftlichen Interessen, wie z.B. mit Holzfirmen, Ölfirmen und Großgrundbesitzern. Die Erhaltung des Lebensraums bedeutet auch, dass man sich vor Ort begibt, um den wahren Reichtum zu erforschen und um die Orte zu bestimmen, die am sensibelsten sind und den meisten Schutz benötigen. Während Rosa Maria Ruiz im Serere im Naturschutz arbeitete, wurde sie von einem mehr als 4m langen Kaiman angegriffen, der aus einer Zuchtstation entflohen war, wo die Tiere in Gefangenschaft aggressiv werden. Der große Einsatz der Stiftung Eco Bolivia zur Erhaltung des Lebensraums wurde durch frühere Regierungen bestraft, in dem die gesamte Infrastruktur des Ökotourismus zerstört und sogar Mordanschläge auf die Direktorin und Mitglieder der Stiftung verübt wurden. Dieses Fehlverhalten zeigte sich in vielen Teilen Boliviens und führte zu einem Volksaufstand, der den Ex-Präsidenten Gonzalo Sánchez de Lozada dazu zwang, das Land zu verlassen. Der aktuelle Präsident Evo Morales erhielt in den letzten Wahlen mehr als 50% der Stimmen und erfährt seitdem große Unterstützung aus dem Volk mit steigenden Popularitätswerten (mehr als 80%). Diese Unterstützung verdankt er seinem Verprechen, die natürlichen Reichtümer Boliviens den Bolivianern zurückzugeben. Mit diesem Versprechen kann die Erhaltung des Lebensraums in Bolivien vorangetrieben werden. Mit unserem privaten Schutzgebiet Serere hoffen wir, ein Model zur Erhaltung des Lebensraums zu schaffen, dass sowohl in Bolivien als auch in der ganzen Welt anwendbar ist. Wir bedenken dabei, dass die Erhaltung des Lebensraums nicht nur Schutz der gesunden Landschaften, sondern auch Wiederbelebung bereits geschädigter Landschaften bedeutet. Aufgaben hierbei sind z. B. die Wiederaufforstung von Wäldern und die Wiederansiedlung von Tierarten. Eins ist dabei jedoch klar: Die Erhaltung des Lebensraums wird keinen Erfolg haben, solange man nicht an den Lebensunterhalt der örtlichen Bevölkerung denkt. Der Tourismus kann einen Beitrag dazu liefern.